_klein.preview.jpg)

Mit Kim Fowley in den USA hätten sie ihr Album aufnehmen sollen. Ob sie sich damit auch wochenlang in den Charts ihrer Heimat platziert hätten, ist fraglich. Letzlich zogen sie das klangvolle Estudios Valentim de Calvalho vor, wo sie mit Nelson Cavalho bereits zwei erfolgreiche Alben produziert hatten. Sean Riley & The Slowriders ist ein Quartet aus Portugal und zählt mit seinem angloamerikanischen Rootsrock dort zu den ganz Großen der Szene.
Wer an dieser Stelle des kurzen Textes schon die CD hört mag sich wundern: Auch Sänger, Gitarrist und Songschreiber Sean Riley ist kein im Süden Europas heimisch gewordener Australier, oder Amerikaner, sondern Portugiese und heißt mit bürgerlichem Namen Afonso Rodrigues. Am Uniradio von Coimbra traf er 2006 seine Slowriders, allesamt dort als DJs tätig. 2007 erschien das Debut, „Farewell“ betitelt und war in Portugal ein instant success. Ihr zweites Album, bestätigte den Erfolg, den der Album Titel „Only Time Will Tell“ noch hinterfragte.
Schlierende Orgeln pumpen, schaufelnde Besenbeats powern, schwelgende Refrains, punktgenau. Auch Theremin, Glockenspiel, Melodica, Streicher und Bläser kommen subtil zum Einsatz. Mit lockerer Hüfte, brennenden Herzen und der Melancholie, die im letzten Bourbon an einer Hotelbar schwimmt sind ihnen auf „It’s Been A Long Night“ veritable Americana Hits gelungen.
Wie schön sich darin schwelgen lässt und wie beseelt die vier zusammen spielen zeigt sich erst recht bei ihren Liveauftritten. Einen ersten Vorgeschmack für uns Nordeuropäer gab’s beim diesjährigen Eurosonic-Festival in Groningen. Ihr Konzert wurde auch vom WDR Rockpalast TV-Team aufgezeichnet. Berthold Seliger’s Konzertagentur plant nun erste Konzerte auch für Deutschland. Das Album erschien am 30.09.2011.
The new video “We Could Be” by Sean Riley & The Slowriders. It includes some images taken during the last tour.