Sallie Ford & The Sound Outside
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06.07.2012  Rudolstadt, TFF (Festival)

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Dirty Radio
(Naive / Fargo / Indigo) (2011)
Sallie Ford: Vocals, Rhythm Guitar
Jeff Munger: Lead Guitar, Vocals
Tyler Tornfelt: E-Bass, Vocals
Ford Tennis: Drums

"When I turn on the radio / It all sounds the same. / What is this robot sounding bullshit / They just don't care anymore", klagt Sallie Ford gleich eingangs. So weit, so wahr. Bittere Beschwerden und tapfere Bekenntnisse, kein Blatt vor den Mund. (...) Der Band fallen Holterdipolter-Beats dazu ein, Ragtime-beschwingt, Blues-bratzend, Punk-ungehörig, Bubblegum-simpel. (...) Recht berückend und will wieder und wieder gehört werden." (Wolfgang Doebeling, Rolling Stone, 3 1/2 Sterne!)

Was für ein Debüt - Rock'n'Roll at it's best! Eine ganz wundervolle Sängerin und eine tolle Band. Spielfreudig, beherzt, in jedem Moment Könnerschaft beweisend - schon lange hat man beim Betrachten eines Videos nicht mehr so viel Spaß gehabt wie hier:

Free Download: "I Swear", "Danger"

Noch bevor das Album in Europa überhaupt erschienen ist, spielte Christine Heise die Tracks bereits in ihrer Show "HappySad" auf Radio Eins und schrieb im Berliner "Tip"-Magazin:

"Rockabilly ist ein abgestecktes Terrain, oder? Zeigt Imelda May, wie er mit Soul und Jazz erstrahlt, nimmt ihn Sallie Ford aus Portland als Grundlage für eine herzblutende Rebellion: im sich verausgabenden Punkrockstil, vor Erregung und Erschöpfung aufstöhnend, schimpft sie über das Mainstream-Radio. Auch die Liebe läßt sie ausflippen, mit Teenagerpower kiekst sie nach mehr. Singt von der Gefühlsstarre nach dem Tod des Vaters, von der Liebe zu einem Jungen, der nur Beiges aß. Ihre nicht minder junge Band agiert schlitzohrig und verläßt die reine Lehre mehr als ihr zu frönen: hier eine Duane-Eddy-Gitarre, dort Call-and-Response-Gospelvocals, Streicher wie beim Penguin Café Orchestra, im schönen Kontrast agiert sie ruhig und unaufgeregt. Absolut brillant und einzigartig."

"What have these people done with music?" beklagt sich Sallie Ford auf dem Eröffnungsstück von 'Dirty Radio'. Seit 2008 verflechten Sallie Ford & The Sound Outside aus Portland Elemente von Swinging Roots Rock, Country, Jazz und Blues mit zeitgenössischer Lyrik - sowie Sallie Fords außergewöhnlicher Stimme. Nach ihrer 2009 veröffentlichten EP 'Not An Animal' ' kommt nun mit 'Dirty Radio' das Debütalbum, aufgenommen mit Produzent Adam Selzer (Norfolk & Western), sowie ein paar zusätzliche Tracks mit Mike Coykendall (M. Ward, She & Him, Blitzen Trapper). 

CocoRosie, Cat Power sowie Sqirrel Nut Zippers nennt Ford als ihre wichtigsten Einflüsse, Tom Waits als ihr großes Vorbild. Zu den Fans der Künstlerin gehört Seith Avett, der die Band live gesehen hat und sie gleich als Support für eine Tour der Avett Brothers engagiert hat. Jüngst wurden Sallie Ford und ihre famose Band auf dem wichtigsten französischen Festival, dem legendären "Transmusicales" in Rennes, als einer der herausragenden Acts des Festivals gefeiert.

"Ihr Debütalbum weiß ganz genau, was es will: Der Hinterwäldler-Charm,e von Rockabilly ist für Ford Basis einer Verweigerungsgeste. ASls Musikerin von der Westküste wirft sie auf Rockabilly aus den Südstaaten den Blick einer Außenseiterin. In den Texten drückt sie etwa ihr Unbehagen über die aktuelle Radiolandschaft aus, kokettiert ein bißchen mit ihrem Backfisch-Image, singt aber mit reichlich Haaren auf den Zähnen. Ihre Musik würde auch in die US-Fernsehserie "Madmen" passen. Im Unterschied zu dem am Reißbrett komponierten Brillbuilding-Pop der frühen Sechziger ist die Musik von Sallie Ford aber noch durch keine Instanz gegangen. KÜnstlerische Freiheit ist heute für Musiker von kleinen Plattenfirmen gewährleistet." (Julian Weber in der "taz" in einer Live-Rezension)

"Cover der Ausgabe", Intro 11/2011

"Absolut brillant und einzigartig." TIP Berlin

"Melancholische Emphase." (taz)

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